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| ´Mit ampRadio zum Live-Audio |
| "Ich mach meinen eigenen
Sender auf"
Über Internet Radio hören ist nicht
neues, seit es Real Audio gibt. Normalerweise wäre es mit großen Hürden verbunden
seinen eigenen Radiosender zu eröffnen. Und es geht doch: Fast kein Problem mehr seit es
ampRadio gibt. Wer an "Radio via Internet" denkt, der bringt das natürlich mit
"Streaming-Technologie" und RealAudio in Verbindung. An das MP3-Format denkt man
dabei eher selten. Dennoch, genau dieses Format wird mit ampRadio verwendet.
Gegenüber RealAudio und anderen Lösungen hat das Programm ampRadio den Vorteil, daß es
klein und kostenlos ist. Außerdem ist es relativ einfach zu installieren und auch zu
konfigurieren. Leider ist es derzeit nur für Window 95 und Windows NT zu haben, weitere
Versionen für Linux, BeOS, MAC und Amiga sind aber angeblich in Planung und/oder Arbeit.
ampRadio ist eine Server-Software, die einem gestattet, MP3-Dateien im Streaming-Verfahren
an einen oder mehrere Empfänger (Clients) zu übertragen. Als Server Software ist
ampRadio (wurde mal von einem Microsoft-Mitarbeiter entwickelt), erstaunlich kompakt: Das
Archiv mit Anleitung und Konfigurationsdatei ist knapp 20 kB klein, das Programm selbst 40
kB alleine dies sollte einen anspornen die Software zu testen. Die Besonderheit des
Programms: Sie benötigen gar keinen Internet-Server, um Ihre erste kleine Radiosendung
ins Web zu bringen. Ein schneller Internet-Anschluß genügt völlig, zumindest für die
ersten Schritte. Nach den ersten Erfolgen können Sie sich einen eigenen Server
hinstellen.
Schlagwort MP3
Wie bereits erwähnt, verwendet ampRadio das MP3-Format zu Übertragung der Audio-Daten.
Dieses Format (MPEG Audio Layer 3, kurz MP3 genannt), wurde von der Fraunhofer
Gesellschaft entwickelt. Es handelt sich dabei um ein Verfahren, Audio-Dateien zu
komprimieren, ohne daß dabei ein hörbarer Qualitätsverlust feststellbar ist. Es werden
einfach die nicht hörbaren Oberwellen entfernt und somit die Datenmenge verkleinert.
Musikstücke von einer CD klingen im MP3-Format noch immer fast wie das Original, sind
aber nur etwa 1/10 so groß.
MP3-Dateien können direkt über das Internet gehört werden. Der Nachteil für das
Internet: Leitungsverstopfung. Jedelsmal wenn jemand ein Musikstück nochmal hört, fallen
erneut Daten an.
Das dabei verwendete Verfahren wird als streaming bezeichnetS. Wichtig ist dabei, daß pro
Sekunde etwa genauso viele Daten verschickt werden, wie empfangen werden können
(Bitrate), damit die Daten kontinuierlich ankommen und keine Aussetzer auftreten. Um
CD-Qualität zu erreichen, sind allerdings mindestens 128 kBit/s erforderlich, was zwei
gebündelten ISDN-Kanälen entsprechen würde. Wer aber "nur" Radio-Qualität
liefern will, kommt mit wesentlich niedrigeren Datenraten aus, die auch von V.90-Modems
und normalen ISDN-Zugängen zu erreichen sind. Geeignete Quellen, um MP3-Musikstücke zum
Testen zubekommen, sind z.B. www.mp3.com bzw. www.mp3.de. Hier finden Sie auch die
Software, die Sie benötigen, um selbst Musik- und Sprachdateien im MP3-Format herstellen
zu können.
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